Wir haben alles getan …

Die Österreichische Jugendwohlfahrt muß sich in letzter Zeit vielen Fragen stellen und versucht sich immer mit dem Satz Wir haben alles getan zu rechtfertigen.

So, wie sich das Jugendamt (in 2 Bundesländern) auch hier noch immer keinen Vorwurf macht und die Folgen daraus zwar bedauert aber sich keinem Versäumnis bewußt ist.

Auch zu diesem aktuellen Fall nahm die Jugendwohlfahrt Stellung: Die psychische Instabilität des Vaters war zwar bekannt, aber er war ja noch nicht straffällig gworden – deshalb kein Handlungsbedarf.

So ist es also, wenn man alles tut?

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3 Kommentare zu “Wir haben alles getan …

  1. *hach-ja*

    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die MA11 nicht gerne etwas unternimmt.
    Ich selbst wurde angewiesen nur dann einen Bericht zu schreiben,
    wenn die Kinder direkt zu mir kommen und mit mir persönlich über
    etwaige Probleme sprechen. Das sah in der praxis so aus, dass
    ein Mädchen zu mir kommen musst und von selbst erzählen musste
    das es sexuell oder anderswie missbraucht wurde.

    ich fand das damals schon einen skandal..

  2. Schrecklich, ich weiß. Vor einigen Jahren hatte ich mal in der Klinik mit einem Mißhandlungsfall zu tun, die (jugendamtbekannte und straffällige) Familie wurde von dem zuständigen Kinderarzt angezeigt. Das Resultat waren weitere Besuche des Kindes in der Notaufnahme mit ominösen Verletzungen bis hin zu einer lebensgefährlichen Not-OP. Auf Nachdruck der Klinik, die jedes mal wieder eine Anzeige beim Jugendamt machte, warum das Kind immer wieder in diese instabile Familie entlassen werde (im übrigen waren da die Mißhandlungen schon zugegeben vom Erziehungsberechtigten) meinte die Sozialpädagogin, die Maßnahmen wurden insofern verschärft, als daß ein Betreuer alle paar Wochen angemeldet zur Familie „schaut“ und die Lehrer in der Schule auch angehalten wurden (dass man Schutzbefohlenen so etwas überhaupt sagen muß) auffälliges Verhalten zu melden. Auf Intervention der Schule kam das Kind dann zu einer Pflegefamilie. Und das Highligt: zu einer sozial schwachen Familie, die im selben Bau wie die Erziehungsberechtigten wohnten UND die selber eines ihrer eigenen Kinder aufgrund diverser Gewaltvorvälle abgeben mußten. Mag ja sein daß (wie fast überall) in der Jugenwohlfahrt auch zu wenig Personal ist, aber ein wenig Hausverstand und Mitdenken darf man trotzdem erwarten. Mein Vertrauen in die Arbeit der JWF ist sehr angekratzt und daß sie sich jetzt über die Medien alles schön reden ist noch unverständlicher.

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